TYPO3 (Teil 27): Der Workspace (2)

Workspaces sind also eine feine Sache. So viel ist im ersten Teil dieser Workspace-Tutorials deutlich geworden. Dort wurde gezeigt, was es eigentlich mit diesen Workspaces auf sich hat und wie sie sich definieren lassen. Die theoretischen Grundlagen sind damit gelegt. Jetzt geht es in die Praxis. Denn tatsächlich ist die Arbeit mit den Workspaces äußerst effizient. So kann man eben immer explizit vorgenommene Änderungen vor einer Veröffentlichung überprüfen und dann freischalten, wenn man damit absolut zufrieden ist.

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Worum es in diesem Tutorial geht: Es wird anhand eines konkreten Beispiels gezeigt, wie ihr Inhalte in der Entwurfsansicht erstellen und dann in die Live-Umgebung übertragen und somit also veröffentlichen könnt. Beachtet bitte, dass die hier beschriebenen Dinge eigentlich nur für solche TYPO3-Umgebungen gedacht sind, an denen man alleine arbeitet.

In großen TYPO3-Installationen, bei denen sehr viele Benutzer beteiligt sind, gibt es hierfür andere Optionen. In solchen Fällen greift man auf die umfangreichen Möglichkeiten zurück, welche TYPO3 auf dem Gebiet der Benutzerverwaltung und Rechtevergabe zu bieten hat. Aber wie beschrieben, wer alleine oder mit nur wenigen Benutzern an einer TYPO3-Installation arbeitet, fährt normalerweise mit den Workspaces sehr gut.

Voraussetzung dafür ist natürlich eine vorhandene Entwurfsarbeitsumgebung. Legt eine neue Entwurfsarbeitsumgebung mit dem Namen PSD-Testumgebung an, wie das im ersten Teil der Workspace-Tutorials gezeigt wurde. Speichert die neue Entwurfsarbeitsumgebung ab. Wenn man anschließend Web>Arbeitsumgebungen aufruft, sollten die beiden Register LIVE-Arbeitsumgebung und die entsprechende Entwurfsarbeitsumgebung zu sehen sein.

 

Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um aktiv mit der Testumgebung arbeiten zu können.

Wechselt dazu in das Register PSD-Testumgebung. Hier bekommt man mögliche Änderungen angezeigt. Ihr könnt übrigens auch über das Symbol, das im oberen Fensterbereich angezeigt wird, zwischen den verschiedenen Arbeitsumgebungen wechseln.

 

Dass man sich in der Entwurfsansicht befindet, erkennt man übrigens an der rot-schwarz hinterlegten Leiste im oberen Fensterbereich, auf der admin@PSD-Testumgebung zu lesen ist.

 

Sorgt also dafür, dass ihr euch in der Testumgebung befindet. Ruft anschließend beispielsweise Web>Liste auf und legt eine neue Seite an. (Ihr könnt auch einen beliebigen anderen Inhalt erzeugen. Wichtig ist an dieser Stelle nur, dass eben tatsächlich etwas in der Entwurfsarbeitsumgebung gegenüber der Live-Ansicht verändert wird).

Klickt dazu auf Neuen Datensatz erstellen, wählt die gewünschte Option aus und passt die Einstellungen für die neue Seite an. Der Einfachheit halber genügt es im aktuellen Fall, wenn ihr einen Titel angebt. Übernehmt die Einstellungen abschließend mit Speichern und schließen.

TYPO3 wird automatisch das Backend neu laden. Interessant wird es, wenn man sich den Seitenbaum ansieht. Denn hier werden die zuvor gemachten Änderungen sichtbar.

 

In diesem Seitenbaum ist die neue Seite farbig hinterlegt. Auf diese Weise lassen sich neue Seiten, Inhaltselemente usw. anlegen und auf den ersten Blick erkennen. Anschließend kann man sich eine Vorschau der neuen Inhalte anzeigen lassen. Im Fall der zuvor angelegten neuen Seite klickt man deren Namen im Seitenbaum an und anschließend auf das Vorschau-Symbol, das im oberen Fensterbereich angezeigt wird.

 

Daraufhin wird die betreffende Seite in einem neuen Browser-Fenster bzw. -Register aufgerufen. Und dabei handelt es sich jetzt um die sogenannte Visuelle Vorschau. Und wie es der Name bereits suggeriert, bekommen die normalen Seitenbesucher diese Ansicht nicht zu sehen. Diese ist nämlich tatsächlich nur eine Visuelle Vorschau, anhand derer ihr noch einmal explizit überprüfen könnt, wie sich die neue Seite oder die vorgenommenen Änderungen an einem Inhaltselement optisch im Frontend auswirken würden.

Interessant ist in dieser Ansicht zunächst einmal das Symbol oben rechts. Klickt man dieses Symbol an, werden die drei Optionen Schieberegler, Vertikal und Horizontal angezeigt.

Über den Punkt Schieberegler kann zwischen der Arbeits- und der Live-Ansicht mittels eines Schiebereglers hin- und hergewechselt werden.

 

Wählt man die Option Vertikal, werden die beiden Varianten der Webseite direkt nebeneinander angezeigt.

Das Gegenstück zu Vertikal ist natürlich Horizontal. Und hier sind die beiden Varianten dann untereinander zu sehen.

Diese drei Optionen helfen euch also dabei, euch einen Überblick über die vorgenommenen Änderungen zu verschaffen. Schließlich kann man so noch einmal ganz explizit überprüfen, ob die Änderungen wie gewünscht aussehen.

 

Ist man mit dem Gesehenen zufrieden, können die vorgenommenen Änderungen bzw. Einstellungen veröffentlicht werden. Wechselt dazu ins Backend der Seite. Ruft dort Web>Arbeitsumgebungen auf. Diese Ansicht ermöglicht es, sich alle vorgenommenen Änderungen anzeigen zu lassen. Klickt dazu die gewünschte Seite im Seitenbaum an, ab der die Änderungen sichtbar gemacht werden sollen. Will man alle Änderungen sehen, klickt man also auf die oberste Seitenebene.

Die Ansicht im Detailbereich wirkt zugegebenermaßen auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, ist aber durchaus praktisch. Um sich die Unterschiede zwischen der Entwurfs- und Live-Ansicht anzeigen zu lassen, klickt man bei der entsprechenden Seite auf den Pfeil.

Jetzt kann man sich noch einmal explizit die gemachten Änderungen ansehen. Seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden, können die Änderungen beispielsweise mit denen der Live-Umgebung ausgetauscht werden. Dazu klickt man das Symbol Live- und Arbeitsumgebungsversion austauschen an. TYPO3 fragt daraufhin noch einmal explizit nach, ob die beiden Versionen tatsächlich ausgetauscht werden sollen. Ist das gewünscht, bestätigt man die Abfrage mit Ja. (In der aktuellen TYPO3-Version wird hier möglicherweise eine Fehlermeldung generiert).

Alternativ dazu könnt ihr natürlich auch die Änderungen veröffentlichen. Aktiviert dazu alle Kontrollkästchen vor den gewünschten Seiten. Wählt anschließend aus dem Auswahlfeld Aktion auswählen die Option LIVE veröffentlichen.

Ihr könnt nun noch ggf. Angaben zur Veröffentlichung bzw. zu den entsprechenden E-Mails machen. Anschließend werden die Inhalte veröffentlicht. Zu erkennen ist das dann übrigens daran, dass die Entwurfsumgebung keinerlei Einträge mehr enthält.

Fazit

In zwei Tutorials wurde die Arbeit mit den Arbeitsumgebungen detailliert vorgestellt. Deutlich ist dabei deren enormes Potenzial geworden. Ihr solltet, wenn ihr Änderungen an der Webseite vor deren Veröffentlichung überprüfen wollt, tatsächlich auf die Workspaces zurückgreifen. Denn diese helfen euch dabei, mögliche Fehler im Vorfeld zu entdecken und vor der eigentlichen Veröffentlichung zu beheben.

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