TYPO3 (Teil 24): Erweiterungen einsetzen

TYPO3 hat von Hause aus einen enormen Funktionsumfang, was sicherlich von niemandem ernsthaft bestritten werden wird. Allerdings gibt es eben bestimmte Funktionalitäten, die nicht direkt mit an Bord sind. Verzichten muss man auf diese aber nicht. An diesem Punkt kommt der modulare Aufbau von TYPO3 ins Spiel. Dank Erweiterungen bzw. Extensions lässt sich TYPO3 nämlich tatsächlich um nahezu jede erdenkliche Funktionalität erweitern. Typische Beispiele dafür sind Newsletter und Bildergalerien.

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Bevor die Arbeit mit den Erweiterungen vorgestellt wird, einige Hinweise zu den Begrifflichkeiten. Es werden euch in diesem Zusammenhang immer wieder die beiden Begriffe Erweiterungen und Extensions begegnen. Gemeint ist jeweils dasselbe. Es handelt sich bei Extensions bzw. Erweiterungen um Bausteine, mit denen sich die Grundfunktionalität von TYPO3 beinahe beliebig erweitern lässt.

Wer sich mit den TYPO3-Erweiterungen befasst, wird immer wieder auch auf den Begriff Extension Repository stoßen. Das ist die zentrale Anlaufstelle für TYPO3-Erweiterungen. Dort werden die Erweiterungen von den Entwicklern gespeichert und können von der Allgemeinheit heruntergeladen und direkt in TYPO3 genutzt werden.

Einen ersten Eindruck von diesem Extension Repository und den für TYPO3 verfügbaren Extensions kann man sich auf der Seite http://typo3.org/extensions/repository verschaffen.

Aktuell sind auf dieser Seite mehr als 5700 Extensions gelistet. Zweifellos eine stolze Anzahl also. Die große Menge an Erweiterungen ist auch auf den Fakt zurückzuführen, dass prinzipiell jeder Erweiterungen hochladen kann. Für die reine Anzahl an Erweiterungen ist das natürlich positiv. Andererseits werden die Erweiterungen zwar auf ihre Sicherheit hin untersucht, ob sie aber tatsächlich fehlerfrei laufen, wird nicht getestet.

Das ist eines der Hauptprobleme im Umgang mit Erweiterungen in TYPO3. Tatsächlich kommt es nämlich häufig zu Kompatibilitätsproblemen. Was bedeutet das? Eine Erweiterung wird programmiert und die Entwickler setzen dabei auf ganz bestimmte Systemvoraussetzungen. Das kann eine bestimmte TYPO3- oder auch eine bestimmte MySQL-Version sein. Sind diese Voraussetzungen dann nicht erfüllt, kann es zu schwerwiegenden Fehlern kommen, wenn man eine solche Erweiterung bei sich installiert. Diese reichen von einfachen Fehlermeldungen bis hin zur Nicht-mehr-Erreichbarkeit der Webseite.

Überprüft daher immer, ob die Extensions auch tatsächlich in der von euch eingesetzten TYPO3-Version funktionieren. Kontrolliert zudem zwei Dinge:

• die Versionsnummer der Extension
• den Status der Extension.

Die Versionsnummern folgen dem Prinzip 1.0, 1.1, 2.0 usw. Üblicherweise verwendet man die Version der Extension mit der höchsten Nummer. Noch wichtiger sind allerdings die Status der Extension. Von denen gibt es in TYPO3 Alpha, Beta, Stable und experimental.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, solltet ihr in Produktivumgebungen ausschließlich solche Erweiterungen einsetzen, die den Status Stable haben. Hier könnt ihr ziemlich sicher sein, dass die Erweiterungen ausgiebig getestet wurden und nur wenige (idealerweise natürlich keine) Fehler enthalten.

Der Status der Extensions ist jeweils bei den Extension-Beschreibungen mit aufgeführt. Das gilt für das Extensions Repository ebenso wie für die Beschreibungen im Erweiterungsmanager, der im Backend angeboten und im nächsten Abschnitt vorgestellt wird.

Der Erweiterungsmanager

Für die Verwaltung und Installation von Extensions ist der Erweiterungsmanager da, der über das gleichnamige Modul aufgerufen werden kann. Öffnet man den Erweiterungsmanager, werden zwei Registerkarten angezeigt.

 

Über das Register Erweiterungen verwalten hat man Zugriff auf alle auf dem System bereits vorhandenen Extensions.

 

Erweiterungen, die bereits installiert sind, erkennt man in dieser Übersicht an einem grünen Symbol.

Solche Erweiterungen, die noch installiert werden können, sind mit einem grauen Symbol ausgestattet. Diese Extensions kann man durch Anklicken des grauen Symbols installieren. Bevor gezeigt wird, wie man Erweiterungen installiert, noch ein detaillierter Blick auf die unter Erweiterungen verwalten angezeigten Informationen.

In der Spalte Update werden Icons angezeigt, wenn für die betreffende Extension ein Update zur Verfügung steht. Soll das Update installiert werden, klickt man dieses Symbol an. TYPO3 fragt noch einmal nach, ob das Update tatsächlich durchgeführt werden soll. Über Ja lässt sich die Erweiterung aktualisieren.

 

Weiter geht es mit der Spalte A/D. In dieser Spalte gibt es zwei verschiedene Symbole.

Zu sehen sind die bereits bekannten beiden grünen und grauen Symbole. Klickt man das grüne Symbol an, wird die betreffende Erweiterung deaktiviert. Steht vor einer Erweiterung ein graues Symbol, ist diese Extension zwar bereits im System vorhanden, sie wurde allerdings noch nicht installiert. Das kann man durch Anklicken des grauen Symbols nachholen.

 

Die Namen der Erweiterungen sind in der Spalte Extension zu sehen.

 

Weiß man einmal nicht, welchen Zweck eine der hier aufgeführten Erweiterungen hat, braucht man nur mit dem Mauszeiger auf den Namen der Erweiterung zu zeigen. In einem Tooltipp-Fenster ist daraufhin eine ausführliche Beschreibung zu sehen.

In der Spalte Key ist der sogenannte Erweiterungsschlüssel aufgeführt. Dabei handelt es sich um den eindeutigen Bezeichner der Erweiterung. Dank dieses Bezeichners ist jede TYPO3-Erweiterung explizit auffindbar. Der Key wird euch übrigens auch noch an anderer Stelle begegnen, nämlich dann, wenn es um die Installation zusätzlicher Extensions geht.

 

Die Version der jeweiligen Erweiterung ist in der gleichnamigen Spalte zu sehen.

Über die Spalte Aktionen lassen sich verschiedene Aktionen ausführen. Welche das sind, hängt von der jeweiligen Extension ab.

Für die Konfiguration der entsprechenden Erweiterung klickt man auf das Zahnradsymbol. Über das Papierkorbsymbol kann eine nicht mehr benötigte Extension gelöscht werden. Die anderen beiden möglichen Icons dienen dazu, die Extension als Zip-Archiv oder SQL-Dump herunterzuladen.

Es sind nicht bei allen Extensions alle Icons verfügbar. Das gilt insbesondere auch für das Konfigurationssymbol, da sich nicht alle Erweiterungen konfigurieren lassen. Typische Extensions, bei denen eine Konfiguration vorgenommen werden kann, sind beispielsweise htmlArea RTE und Indexed Search Engine.

 

Welche Optionen sich über die Konfiguration anpassen lassen, hängt letztendlich natürlich von der Erweiterung ab.

Die Spalte Status ist interessant, um zu sehen, welchen Entwicklungsstand die jeweiligen Extensions haben. Das Problem an dem angezeigten Status ist übrigens, dass diese von den Entwicklern der Extension selbst vergeben werden. Im schlimmsten Fall könnte also auch eine Stable-Extension fehlerhaft laufen.

Wie bereits erwähnt, solltet ihr in Produktivumgebungen tatsächlich nur Stable-Erweiterungen einsetzen. In Ausnahmefällen kann man zwar durchaus auch auf Beta-Extensions zurückgreifen, hier ist die Gefahr aber groß, dass diese nicht wirklich rund laufen. Die Finger lassen sollte man aber definitiv von Alpha- und experimental-Extensions. Hier setzt ihr euer System unvorhersehbaren Gefahren aus.

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