TYPO3 (Teil 10): Die wichtigsten Seitentypen im Detail

Die einzelnen Seitentypen wurden bereits in aller Kürze vorgestellt. Was nun folgt, ist ein detaillierterer Blick auf die wichtigsten Seitentypen und deren Optionen.

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Auch an dieser Stelle noch einmal der Hinweis: Eine Optionsauflistung folgt hier nicht, dazu gibt es bei den einzelnen Seitentypen zu viele Einstellmöglichkeiten. Vielmehr soll euch ein Eindruck davon vermittelt werden, wofür die einzelnen Seitentypen da und welche Optionen bei denen jeweils wichtig sind.

Standard

Standard gehört zweifellos zu den am häufigsten eingesetzten Seitentypen. Verwendet wird dieser Seitentyp für ganz normale Seiten.

Angeben muss man unbedingt den Seitentitel, da sich die Seite sonst nicht speichern lässt. Der hier in das Feld Alternativer Seitentitel eingetragene Wert wird in der Seitennavigation im Frontend verwendet. Dabei hat der bei Alternativer Navigationstitel angegebene Wert Vorrang vor dem Seitentitel. Normalerweise muss man keine Untertitel vergeben, da diese meistens nicht von den Templates unterstützt werden.

Eine durchaus interessante Funktion verbirgt sich auch hinter Pfadsegment für untergeordnete Seiten. Über dieses Feld kann man untergeordneten Seiten einen Pfad voranstellen. Ein Beispiel: Es gibt die Seite Tutorials mit der Unterseite Web. Gäbe man als Pfadsegment neueste/ ein, würde die Unterseite folgenden Pfad besitzen: psd-tutorials.de/tutorials/neueste/web.

Link zu externer URL

Dieser Seitentyp kommt ins Spiel, wenn auf eine externe Ressource verwiesen werden soll. Das muss übrigens nicht unbedingt eine Webseite sein. Dabei könnte es sich auch um eine Datei handeln, die per FTP angesprochen wird. Ebenso lässt sich auch eine E-Mail-Adresse angeben.

Um einen Verweis auf eine E-Mail-Adresse zu setzen, muss bei Protokoll der Wert mailto: eingestellt werden. In das Feld URL trägt man die eigentliche E-Mail-Adresse ein. Klickt im Frontend ein Besucher auf die E-Mail-Adresse, öffnet sich das Standard-E-Mail-Tool.

Das https://-Protokoll sollte tatsächlich nur verwendet werden, wenn es sich um eine geschützte Verbindung handelt.

 

Verweis

Durch diesen Seitentyp lässt sich ein Verweis auf eine im Seitenbaum vorhandene Seite setzen. Anders als bei Link zu externer URL zeigt dieser Verweis dann auf eine Seite im internen Seitenbaum. Was es mit diesem Seitentyp auf sich hat, zeigt das folgende Beispiel.

Es wird von dieser Struktur im Seitenbaum ausgegangen:

Tutorials
—Web
—Photoshop

Hier sind Web und Photoshop jeweils Unterseiten von Tutorials. Allerdings besitzt Tutorials selbst keinen Inhalt. Vielmehr soll, wenn Tutorials angeklickt wird, direkt der Inhalt von Web geöffnet werden. Genau dafür ist der Seitentyp Verweis gedacht.

Um die gewünschte Verweisseite anzugeben, klickt man auf Datensätze durchblättern.

Aus dem Seitenbaum kann anschließend das Verweisziel ausgewählt werden.

Der Seitentyp Verweis bietet übrigens auch noch einen alternativen Weg. Bei dem muss man das Verweisziel nicht direkt angeben. Stattdessen lässt sich beispielsweise festlegen, dass immer die erste Unterseite der aktuellen Seite zu sehen sein soll. Die entsprechenden Einstellungen lassen sich im Feld Verweismodus festlegen.

Hier noch einmal zum besseren Verständnis das bekannte Beispiel:

Tutorials
—Web
—Photoshop

Wenn man in den Seiteneigenschaften von Tutorials den Eintrag Erste Unterseite der aktuellen Seite auswählt, wird im Frontend tatsächlich Web angezeigt, wenn man auf Tutorials klickt. Durch diese Variante ist man etwas flexibler, wenn sich die Struktur im Seitenbaum häufiger verändert.

Backend-Benutzerbereich

Dieser Seitentyp eignet sich beispielsweise, wenn man Testseiten anlegen will. Darin können alle Redakteure neue Formatierungen usw. testen. Denn ordnet man eine Seite dem Typ Backend-Benutzerbereich zu, ist diese im Frontend nicht zu sehen. Ausschließlich für Backend-Benutzer, die über die Leseberechtigung verfügen, sind diese Seiten sichtbar.

Meistens werden Seiten vom Typ Backend-Benutzerbereich dazu verwendet, Seiten vor ihrer Veröffentlichung zu testen. Dazu weist man ihnen, wenn alles stimmt, abschließend einen anderen Seitentyp zu. Redakteure können somit an den Seiten Korrekturen vornehmen, Formatierungen ändern usw., ohne dass dies direkte Auswirkungen auf das Frontend der Seite hat.

 

Einstiegspunkt

Interessant ist dieser Seitentyp, wenn man eine Seite im Seitenbaum lediglich einmal definieren, sie aber an mehreren Stellen verwenden möchte. Das folgende Beispiel soll diesen Aspekt verdeutlichen. Auf der Webseite sollen die Versandkosten angezeigt werden. Das geschieht allerdings an mehreren Stellen. Die Versandkostenübersicht besteht aus mehreren Seiten.

Versandkosten
—Inland
—EU
—Weltweit

Für eine solche Anwendung legt man sich üblicherweise einen Ordner an. Diesem Ordner weist man einen logischen Namen wie beispielsweise Einstiegsseiten-Ordner zu. Innerhalb dieses Ordners legt man dann die entsprechenden Seiten an.

Der Ordner ist im Frontend – übrigens genauso wie die darin liegenden Seiten – nicht zu sehen. Soll nun auf die Seiten zugegriffen werden, die im Ordner liegen, legt man an der gewünschten Stelle im Seitenbaum eine Seite vom Typ Einstiegspunkt an. Über das Symbol Datensätze durchblättern wählt man die gewünschte Einstiegsseite aus. Diesen Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden. Auf diese Weise kann man dann also von verschiedenen Stellen aus auf die im Ordner liegende Datei zugreifen.

Trennzeichen für Menüs

Soll im Backend und/oder Frontend eine optische Trennung zwischen Seiten erzielt werden, greift man zu diesem Typ. Durch den lässt sich eine Art Leerzeile einfügen. Als Seitenname könnte man beispielsweise jeweils —— angeben. Dadurch wird dann auch eine optische Abgrenzung im Backend deutlich.

Im Frontend ist der Seitentyp Trennzeichen üblicherweise nicht sichtbar. Damit er das wird, muss auf TypoScript zurückgegriffen werden.

 

Ordner

Ordner liefen in früheren TYPO3-Versionen unter dem Namen SysOrdner. Funktional unterscheiden sich beide Varianten nicht. Sichtbar sind Ordner im Frontend nicht, vielmehr werden sie als Container verwendet, in denen sich Datensätze speichern lassen. Dazu gehören beispielsweise Benutzergruppen, Backend-Benutzer, Daten von Extensions, Adressen usw. Es handelt sich also ausnahmslos um Daten, die nicht direkt im Frontend sichtbar sein sollen. Ordner sind im Backend an dem typischen Ordnersymbol zu erkennen.

Papierkorb

Die Funktionsweise des Papierkorbs kennt ihr von eurem Betriebssystem. (Zumindest in der Standardkonfiguration). Nicht mehr benötigte Dinge werden in den Papierkorb verschoben. Dabei dient der Papierkorb in TYPO3 als Container für Inhalte, die momentan nicht benötigt werden. In den Papierkorb lassen sich Inhalte am besten per Drag&Drop verschieben. Alternativ dazu kann man natürlich auch das Kontextmenü mit den Einträgen Ausschneiden und Einfügen verwenden. Braucht man die Daten später wieder, kann man diese einfach wiederherstellen. Auch das geht am besten per Drag&Drop.

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