TYPO3 (Teil 9): Die Seitentypen und deren wichtigste Optionen

Ein erster Blick auf die in TYPO3 verfügbaren Seitentypen wurde bereits geworfen. Nun geht es ins Detail. Denn tatsächlich bilden die Seitentypen die Grundlage für erfolgreiches Arbeiten mit TYPO3. Nur, wer die Seitentypen verinnerlicht hat, wird dauerhaft erfolgreich mit diesem CMS arbeiten können. In diesem Tutorial lernt ihr die wichtigsten Optionen kennen, die bei allen Seitentypen gleichermaßen anzutreffen sind.

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Die Seitentypen haben zahlreiche Optionen, die sich von Typ zu Typ unterscheiden. Deutlich wird das beispielsweise, wenn man als Seitentyp Einstiegspunkt einstellt.

 

Seht euch die verfügbaren Felder im Register Allgemein an. Dort befindet sich u.a. die Option Zeige Inhalt von. Wechselt man nun den Seitentyp in Link zu externer URL, ist dieses Feld verschwunden. (Die in das genannte Feld eingetragenen Werte sind übrigens nach wie vor vorhanden. Das wurde aber bereits im vorherigen Tutorial beschrieben).

Selbstverständlich sollen in den Seitentypen-Tutorials nicht alle Optionen aufgelistet werden. Das ist allerdings auch überhaupt nicht nötig, da viele der Optionen/Felder sicherlich selbsterklärend sind. Zudem bietet TYPO3 bei fast allen Feldern Hilfetexte an.

 

So sieht man gleich, was sich hinter den jeweiligen Optionen für Funktionen verbergen.

Wird ein Seitentyp eingestellt, sind dessen Optionen in verschiedene Registerkarten aufgeteilt.

 

Üblicherweise bringt natürlich jeder Seitentyp seine eigenen Optionen mit. Es gibt aber auch solche, die für alle Seitentypen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Und genau um diese Optionen soll es zunächst gehen.

Los geht es im Register Allgemein.

Hier gibt man allgemeine Informationen über die Seite an. Dazu gehören Seitentitel, Untertitel und ein alternativer Navigationstitel, wobei der Seitentitel eine Pflichtangabe ist.

 

Im Register Zugriff legt man zunächst einmal fest, ob die Seite überhaupt sichtbar sein soll. So kann man über die Option Seite deaktivieren bestimmen, dass die Seite im Frontend tatsächlich für normale Seitenbesucher nicht sichtbar ist. Benutzer, die sich im Backend eingeloggt und die Seite im Frontend aufgerufen haben, können die Seite jedoch sehen.

Zu erkennen sind deaktivierte Seiten im Seitenbaum an einem roten Symbol.

 

Ruft man als angemeldeter Benutzer eine deaktivierte Seite im Frontend auf, gibt es im oberen Fensterbereich einen Preview-Button.

Etwas anders verhält es sich mit der Option In Menüs verbergen. Wird diese aktiviert, ist die betreffende Seite nicht im Menü verlinkt, aber durchaus im Frontend erreichbar. Allerdings muss man – um sie tatsächlich aufrufen zu können – deren Pfad kennen. Oft taucht die Frage nach dem Sinn dieser Option auf. Diese hat durchaus ihre Berechtigung. So kann man nämlich beispielsweise die Seite auch von jemanden Korrektur lesen lassen, der sich zuvor nicht ins Backend der Seite eingeloggt hat.

Sollen die vorgenommenen Einstellungen auch für untergeordnete Seiten gelten, muss die Option Auf Unterseiten ausdehnen aktiviert werden.

 

Interessant sind die beiden Felder Veröffentlichungsdatum und Ablaufdatum. Denn darüber lassen sich Inhalte zeitgesteuert veröffentlichen und verbergen.

Weitere Optionen sind im Bereich Zugriffsrechte für Benutzergruppen verfügbar. Über diese lässt sich festlegen, wer eigentlich auf die Seite zugreifen darf. Selbstverständlich wird in einem späteren Tutorial noch einmal ausführlich auf dieses Thema eingegangen.

Im unteren Fensterbereich gibt es das Auswahlfeld Anmeldeverhalten.

Diese Option ist interessant, wenn es innerhalb eines Web-Projekts Seiten mit und solche ohne Benutzeranmeldung gibt. Auf den Seiten, auf denen es keine Benutzeranmeldung gibt, sollte in diesem Feld normalerweise der Eintrag Benutzeranmeldung deaktivieren eingestellt werden.

 

Weiter geht es mit den im Register Metadaten verfügbaren Optionen.

Die hier angebotenen Optionen haben eine gewisse Bedeutung hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung. In das Feld Schlagworte trägt man eine Liste von Schlüsselwörtern ein, die den Inhalt der Seite beschreiben. Dabei sind die einzelnen Wörter jeweils durch Kommata voneinander getrennt zu notieren. Im generierten Frontend-HTML-Code werden die Schlüsselwörter der Meta-Angabe keywords zugewiesen.

 

Das ist jedoch nicht der einzige Zweck des Feldes Schlagworte. Tatsächlich greift TYPO3 auf die Schlagwörter auch für die interne Suchfunktion zurück.

Die drei Felder im unteren Seitenbereich dürften selbsterklärend sein. Tragt hier den Namen und die E-Mail-Adresse des Autors der Seite ein.

Über das Feld Letzte Aktualisierung kann man angeben, wann eine Seite letztmalig verändert wurde. Soll in das Feld das aktuelle Datum eingetragen werden, müsst ihr dort lediglich ein d notieren. Nachdem man das Feld verlassen hat, fügt TYPO3 automatisch das richtige Datum und die richtige Uhrzeit ein.

 

Interessante Optionen gibt es auch im Register Erscheinungsbild. Hier kann man über das Feld Frontend-Layout bestimmen, wie die Seite im Frontend angezeigt werden soll. Die dabei zur Verfügung stehenden Varianten hängen ausschließlich davon ab, ob die Entwickler des Templates welche definiert haben. Dieser Aspekt lässt sich sehr schön anhand eines Beispiels zeigen. Wenn ihr das TYPO3-Standardpaket installiert habt, gibt es im Feld Frontend-Layout vier Einträge. Von diesen vier Einträgen ist Standard 3 columns voreingestellt. Im Frontend bewirkt das folgenden Anblick:

Das Seitenlayout ist – und das suggeriert bereits der Name – in drei Spalten aufgeteilt.

 

Stellt man nun im Backend Columns main only ein, verändert sich das Bild drastisch.

Nun ist tatsächlich nur noch die mittlere Spalte zu sehen. Dieses Stilmittel ist also äußerst flexibel, wird allerdings nicht allzu oft genutzt.

 

Eine praktische Funktion ist Zeige Inhalt von Seite. Hierüber kann man nämlich anstelle der aktuellen eine andere Seite anzeigen. Wofür kann das nützlich sein? Ein Beispiel: Angenommen, ihr habt die Seite Resources angelegt. Deren Inhalt soll überarbeitet werden, der Menüpunkt Resources soll aber unverändert im Frontend der Seite zu sehen sein. In solchen Fällen kommt Zeige Inhalt von Seite ins Spiel.

Klickt auf das Symbol Datensätze durchblättern. Daraufhin wird der Seitenbaum angezeigt. In diesem klickt man auf die Seite, die anstelle von Resources angezeigt werden soll. Ruft man anschließend im Frontend Resources auf, ist an deren Stelle die zuvor gewählte Seite zu sehen.

Weiter geht es im Register Verhalten. Hier ist sicherlich der Bereich Caching am interessantesten. TYPO3 legt Seiten, nachdem man sie angelegt und gespeichert hat, nach ihrem ersten Aufruf im Frontend vollständig generiert in den Zwischenspeicher. Die Seite muss somit also nicht jedes Mal erneut generiert werden, was die Performance der Seite verbessert. Über das Feld Cache-Dauer kann man festlegen, wie lange die Seite im Cache bleibt, bevor sie – wenn ihr Aufruf im Frontend erstmalig erneut passiert – neu generiert wird. Für Seiten, deren Inhalte sich wirklich sehr oft ändern, kann der Cache u.U. deaktiviert werden.

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