TYPO3 (Teil 01): Das ist TYPO3

Kaum ein Content-Management-System hat in der Web-Community fast ausnahmslos einen so guten Ruf wie TYPO3. Was aber zeichnet dieses System aus und wo wird TYPO3 hauptsächlich eingesetzt? Diese und andere Fragen werden in diesem ersten Teil der TYPO3-Tutorial-Reihe genauer beantwortet.

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Keine Frage: TYPO3 gehört zu den populärsten Content-Management-Systemen überhaupt. Kaum jemand, der noch nicht von diesem CMS gehört hat. Mittlerweile geht die TYPO3-Association – also die Organisation, die hinter TYPO3 steckt – von 500.000 TYPO3-basierten Webseiten aus.

 

Und heruntergeladen wurde TYPO3 mittlerweile fast sechs Millionen Mal. Das sind zweifellos beeindruckende Zahlen. Die wichtigste Seite für all diejenigen, die sich mit TYPO3 beschäftigen wollen, ist http://typo3.org.

 

Von dort könnt ihr TYPO3 zunächst einmal herunterladen. Außerdem findet ihr hier Zugang zur Community und den TYPO3-Erweiterungen, also den Extensions. Bevor auf TYPO3 eingegangen wird, ist zunächst natürlich immer eine Frage interessant: Wer nutzt eigentlich TYPO3, also auf welchen Seiten wird dieses System eingesetzt? Einen guten Überblick möglicher Einsatzgebiete kann man sich auf der Seite http://www.t3blog.com/ verschaffen.

Hier sind einige mit TYPO3 umgesetzte Projekte zu sehen. Wenn man sich die Liste der Seiten ansieht, wird deutlich, wie leistungsfähig TYPO3 sein muss. Nicht umsonst setzen Sixt, Lufthansa usw. auf dieses CMS.

 

Bevor die Vorteile von TYPO3 gezeigt werden, könnt ihr auf der Seite http://demo.typo3.org/ probieren, wie sich dieses System "anfühlt". Meldet euch dort mit der Kombination admin/password an.

 

So sieht das TYPO3-Backend aus. Insgesamt wirkt alles vielleicht etwas technischer, als man das beispielsweise von Joomla! her gewohnt ist.

 

Das ist aber sicherlich Geschmacksache und hat mit der Funktionalität nichts zu tun. Wenn ihr das Frontend der Seite aufruft, werdet ihr sehen, wie eine TYPO3-basierte Seite aussehen kann.

Einige Grundbegriffe aus der TYPO3-Welt

Bevor die Vorteile gezeigt werden, noch einige allgemeine Erklärungen zu Begriffen, mit denen man es immer wieder zu tun bekommt, wenn man sich mit TYPO3 befasst.

Templates: Templates kennt ihr auch von anderen CM-Systemen. Und genauso wie dort bestehen Templates in TYPO3 aus HTML- und CSS-Code. Zusätzlich befinden sich den betreffenden Dateien sogenannte Marker, die dann in dem im Frontend generierten Quellcode automatisch von TYPO3 durch die passenden Inhalte ersetzt werden. Ihr könnt euch die Marker also als normale Platzhalter vorstellen, die in etwa so aussehen: ###MARKER_NAME###.
TypoScript: Eine der Besonderheiten von TYPO3 ist die eigene Skriptsprache TypoScript. Über diese Sprache lässt sich TYPO3 beliebig konfigurieren. Dieser Aspekt ist entscheidend: Anders als oftmals geschrieben handelt es sich bei TYPO3 also nicht um eine Programmier-, sondern um eine Konfigurationssprache. Die Sprache selbst ist vergleichsweise einfach, dennoch benötigt man einiges an Einarbeitungszeit. Ausführliche Informationen zu TYPO3 bekommt ihr im Laufe dieser Tutorial-Reihe und beispielsweise auch über die offizielle Dokumentation unter http://typo3.org/documentation/document-library/core-documentation/doc_core_tsref/current/.
Extensions: TYPO3 lässt sich fast beliebig erweitern. Die Erweiterungen laufen unter dem Namen Extensions.

Darüber hinaus gibt es noch Begriffe, die ihr in dieser Form vielleicht auch von anderen Systemen her kennt. So gibt es beispielsweise auch in TYPO3 ein Backend und ein Frontend.

 

Das spricht für TYPO3

TYPO3 kann getrost als alter Hase auf dem Gebiet der Web-Content-Management-Systeme bezeichnet werden, schließlich wurde die erste Version bereits 2001 veröffentlicht.

Open-Source: Einer der Hauptgründe für den riesigen Erfolg von TYPO3 ist natürlich die Tatsache, dass man das System kostenlos auch in kommerziellen Projekten nutzen kann.
Extensions: Der Funktionsumfang von TYPO3 lässt sich mittels Extensions fast beliebig erweitern. Mittlerweile gibt es mehrere Tausend Extensions aus allen Bereichen. Der überwiegende Teil von denen ist sogar kostenlos verfügbar.
Große Projekte: TYPO3 versteht sich selbst als Enterprise-CMS. Und tatsächlich ist dieses System hauptsächlich für den Einsatz bei großen Projekten mit mehreren Tausend Seiten gedacht. Dennoch lässt sich TYPO3 auch bei kleinen Projekten, die nur aus einigen wenigen Seiten bestehen, einsetzen. (Wobei dann hier natürlich immer die Frage gestellt werden muss, ob sich der Aufwand für eine Einarbeitung dann tatsächlich lohnt).
Mehrsprachigkeit: Was sich in vielen anderen CM-Systemen – wenn überhaupt – nur über Umwege realisieren lässt, ist bei TYPO3 eine Selbstverständlichkeit. Tatsächlich lassen sich hier nämlich mehrsprachige Webseiten problemlos umsetzen.
Grafikbearbeitung: Grafiken lassen sich in TYPO3 nicht nur bearbeiten, sondern auch dynamisch generieren. Dadurch lassen sich beispielsweise grafische Menüs anlegen, ohne dass man sich um das Anlegen der Grafiken kümmern muss. Das erledigt TYPO3 ganz von allein.

Es gibt natürlich noch zahlreiche andere Dinge, die für TYPO3 sprechen. So lassen sich Sitemaps automatisch generieren, es gibt eine ausgefeilte Medienverwaltung, eine komfortable Suchfunktion und Menüs lassen sich ganz einfach anlegen.

Nachteile gibt es auch

Keine Frage, TYPO3 ist ein geniales CMS. Dennoch gibt es auch einige Nachteile. Der größte ist dabei sicherlich der schwierige Einstieg. Tatsächlich weist TYPO3 nämlich eine hohe Lernkurve auf. Und die ist im Vergleich zu Joomla! oder WordPress wirklich steiler. Den Umgang mit TYPO3 lernt man also nicht mal eben nebenbei. Vor allem dann, wenn man wirklich individuelle Webseiten auf Basis von TYPO3 entwickeln will, muss man sich sehr tief mit diesem CMS befassen. Denn spätestens dann werden TypoScript-Kenntnisse benötigt. Zwar ist TypoScript keine Programmiersprache, syntaktisch ist sie aber beispielsweise anspruchsvoller als CSS.

Dann ist TYPO3 durchaus auch recht anspruchsvoll, was die Ressourcen betrifft. Zwar kann man TYPO3 auch auf normalen Webspace-Angeboten einrichten, flüssig wird TYPO3 dort allerdings nicht laufen. Performance-Probleme vermeidet man am besten, indem man direkt zu einem TYPO3-Provider geht. Bei denen ist TYPO3 dann zumeist vorinstalliert und die Server erfüllen die Anforderungen. Mittlerweile gibt es sehr viele TYPO3-Provider. Typische Vertreter sind jweiland.net, alfahosting.de und Hetzner.de. (Wobei natürlich der Hinweis nicht fehlen darf, dass diese Liste bei Weitem nicht vollständig ist).

Fazit

TYPO3 ist eines der besten Content-Management-Systeme überhaupt. Wie sich dieses CMS nutzen lässt, wird in dieser Tutorial-Reihe natürlich ausführlich gezeigt. Zunächst aber ein allgemeiner Hinweis: So gut TYPO3 auch sein mag, es ist nicht unbedingt für jedes Projekt die beste Wahl. Zwar wird TYPO3 mittlerweile auch für Kleinst-Webseiten mit 4 oder 5 Seiten verwendet, hier schießt man aber sicherlich übers Ziel hinaus. Allerdings eignet sich TYPO3 mitnichten ausschließlich für Webseiten mit 1000 und mehr Seiten. TYPO3 ist durchaus auch bei mittleren Projekten ab ca. 30 Seiten praktikabel. Das gilt natürlich vor allem dann, wenn man sich gut mit diesem System auskennt. Die Grundlagen dafür werden in den nächsten Tutorials gelegt.

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